Die besten Plugins für WordPress

Aka „Die ultimativen Erweiterungen für WordPress“.

Keine Ahnung wieviele Blogposts, Artikel und Beiträge es zu diesem Thema schon gibt. Zählen möchte ich sie jedenfalls nicht. „Die besten Plugins für WordPress 2025“, „Die ultimativen Erweiterungen für WordPress“, „10 WordPress-Plugins die du unbedingt benötigst“ und so weiter und so weiter.
In der Regel sind das dann Listen mit zehn bis fünfzig Plugins, mal mehr mal weniger bekannt, mal kostenlos, mal nicht. Und ganz erstaunlich: Es gibt Kandidaten, die da immer wieder auftauchen. In der Regel sind das Erweiterungen, die eine nicht mehr überschaubare Menge von Funktionen bereitstellen von denen kaum jemand mehr als ein paar wenige wirklich nutzen wird.
Welchen Sinn ergeben diese Auflistungen von den „besten“ Plugins am Ende des Tages? Versuchen wir mal eine andere Herangehensweise:

Welche Plugins für WordPress sind wirklich die besten?

Eine ganz einfache Antwort könnte lauten: Immer genau die, die man gerade wirklich braucht. Also wirklich ‚braucht‘. Was zum Beispiel bedeutet, dass man auf eine Funktion entweder nicht verzichten kann und/oder sie auch nicht mal eben so händisch oder mit eigenem überschaubaren Codeeinsatz zu bewerkstelligen wäre.
Erster Ansatz wäre also, dass ich für einen bestimmten Zweck tatsächlich eine Erweiterung benötige. Wenn ich ein Plugin nicht wirklich brauche, dann lade ich es auch nicht auf meine Website, und ich lasse es auch nicht inaktiv. Denn jedes Plugin, welches nicht in Verwendung ist und nicht gebraucht wir ist unnötiger Ballast und ggf. unnötige Angriffsfläche für Fehler und Anderes. Das beste Plugin in diesem Sinne ist dann also eines, das erst garnicht vorhanden, beziehungsweise installiert ist. Alles ist eben relativ.
Das beste Plugin für einen bestimmten wirklich benötigten Zweck ist danach aber auch einfach jenes, welches im konkreten Fall den besten Kompromiss darstellt, in der gegebenen Seitenkonfiguration am besten funktioniert oder vielleicht auch (für einen selbst) einfach am besten bedienbar ist. Das ist gelegentlich dann auch schlicht eine Frage von Versuch und Irrtum oder schlichtem Austesten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit besonders dann, wenn man sich nicht mit WordPress nicht oder noch nicht so gut auskennt.

Die besten kostenlosen Plugins für WordPress

Rein kostenlose Plugins für WordPress die wirklich gut sind, sind selten geworden; Die meisten wirklich guten Plugins gibt es bestenfalls in einer kostenfreien Basisversion und erst die ‚Pro‘- oder ‚Premium‘-Version gibt die volle Funktionalität frei. Braucht man nicht immer, aber die Entwickler scheinen zunehmend darauf zu achten, dass ziemlich praktische Funktionen erst im Bezahlpaket vorhanden sind.
Das heisst nicht, dass es keine sinnvollen und wirklich guten Erweiterungen gäbe, die kostenfrei sind. Wenn man solch ein Kleinod findet, kann man sich inzwischen aber tatsächlich recht glücklich schätzen. Die meisten (Entwickler) setzen mehr und mehr auf Monetarisierung, was aber letztlich auch irgendwo nachvollziehbar ist. Schliesslich erfordern entsprechende Erweiterungen einen nicht unerheblichen Pflegeaufwand.
Allerdings geht es mitunter so weit, dass ein Entwickler, der bisher ein kostenloses Plugin bereitgestellt hat, dieses dann irgendwann monetarisiert sobald es entsprechend populär geworden ist – gelegentlich mit dem unangenehmen Nebeneffekt, dass bisher kostenfreie Funktionen eben plötzlich nicht mehr vorhanden oder nutzbar sind und man damit entweder gezwungen wird zu bezahlen, oder man muss auf die bisher eingesetzten Funktionen verzichten bzw. diese auf irgend eine Art ersetzen (was unter Umständen unmöglich oder extrem aufwendig sein kann).
Ein anfängliches ‚kostenlos‘ kann sich also auch schnell mal als Problem erweisen. Auf der anderen Seite ist es dann aber auch oft nicht sinnvoll oder machbar, gleich auf etliche kostenpflichtige Plugins zu setzen. Da kommen im ungünstigen Fall dann schnell mal mittlere dreistellige Beträge pro Jahr zusammen. Die bisher weit verbreitete Variante eines einmaligen Kaufs mit ‚lebenslanger‘ Nutzung gibt es nämlich auch zunehmend weniger – Stichwort ‚Abo-Modell‘.
Die für den jeweiligen Zweck besten kostenlosen Plugins sind am Ende also vielleicht auch nicht immer ‚die Besten‘ in jeder Hinsicht. Möglicherweise jedenfalls nicht auf Dauer. Es gilt also in jedem Fall sowohl weise zu wählen als auch auf Veränderungen gefasst zu sein.

Welcher Page-Builder ist der Beste?

Die selbe Frage – die selbe Antwort wie vor. In den einschlägigen ‚Bestenlisten‘ taucht ja sicher auch immer einer der zahlreichen sogenannten Pagebuilder auf. ‚Den‘ Besten gibt es hier aber wohl auch nicht. Die meisten sind recht unterschiedlich in Aufbau und Handhabung und in dem was sie am Ende ausspucken (Stichwort Seiten-Code).
Auch hier ist der beste Page-Builder am Ende der, den man nicht braucht bzw. nicht installiert. Für viele Websites (zumal private etc.) reicht der in WordPress vorhandene Block-Editor mehr als aus. Bei Bedarf nach mehr lohnt zuerst die Suche nach einer entsprechenden Erweiterung dazu.
Das ist aber wiederum ein ganz eigenes Thema, welches gesondert behandelt werden müsste – nämlich das, ob ein entsprechend erweiterter Block-Editor einen Page-Builder nicht problemlos ersetzen kann. Persönlich würde ich das inzwischen mit ‚ja‘ beantworten :)

Einen ‚Page-Builder‘ braucht aber ganz sicher auch nicht gleich jeder oder jede Website, auch wenn das oft und gerne anders dargestellt wird. Der vorhandene WordPress-Editor kann mitlerweile eine ganze Menge und wird stetig verbessert. Ausserdem ist er bereits im kostenlosen WordPress schon automatisch mit dabei.

Die besten Sicherheits-Plugins

Auch die finden sich in praktisch jedem dieser Artikel über die besten WordPress-Plugins. Zu Recht? Aus meiner bescheidenen Sicht, nein. Der Grund ist prinzipiell der Selbe wie bei Anti-Viren-Programmen und Konsorten bei Windows: Letztlich mindestens unnötig und praktisch oft mehr schädlich als von Nutzen.
Diese Sicherheits-Plugins greifen alle ziemlich tief ins System ein, was gleich mehrere Nachteile mit sich bringen kann und im besten Fall nur den, dass das System langsamer wird. Im schlimmsten Fall passieren noch andere merkwürdige Dinge wie das selbsttätige Versenden von e-Mails oder eigenmächtige Konfigurationsänderungen am System.
Mit einem entsprechenden dedizierten WordPress-Hosting ist man schon weitestgehend auf der sicheren Seite und kann dann in der Regel erst einmal entspannt auf Security-Plugins verzichten. Bei einfacheren Hostings mag das gegebenenfalls anders aussehen. Oder man hat einen respektablen Woocommerce-Shop unter WordPress laufen. Dann kann ein Sicherheitsplugin möglicherweise auch hilfreich sein.
Am Ende gilt aber: Wenn es nicht zwindende Gründe dafür gibt, dann lässt man das besser weg. Dann ist das nicht vorhandene Plugin wieder das Beste.

Wo findet man die besten WordPress-Plugins?

Ersetzen wir diese Frage erst einmal durch „wo sucht man am besten nach WordPress-Plugins. ‚Die Besten‘ ist ja nunmal relativ. Idealerweise geht man im WordPress-eigenen Plugin-Verzeichnis unter wordpress.org auf die Suche (und das, bevor man im Backend seiner Seite irgend etwas installiert). In diesem Verzeichnis werden alle Plugins zuerst überprüft, bevor sie überhaupt freigegeben und gelistet werden. Das heisst, alle dortigen Erweiterungen erfüllen gewisse Mindestanforderungen. Genauer hinsehen hilft trotzdem, besonders in Punkto Bewertungen, möglichem Support, Verwendungshäufigkeit und Aktualität.
Bei anderen Quellen ist eine derartige Beurteilung im Vorfeld meist wesentlich schwieriger, was bedeutet, dass die Gefahr sich eine suboptimale Erweiterung einzufangen deutlich größer ist. Ausserdem verfügt wordpress.org insgesamt über ein relativ gutes Supportsystem. Das kann von großem Nutzen sein wenn man auf ein Problem stößt und mal Hilfe braucht. Einige andere Quellen bieten gebenenfalls Ähnliches, die Gefahr im Problemfall auf sich allein gestellt zu sein ist im Zweifel aber ebenfalls ungleich größer.

Fazit

Die Antwort nach den besten WordPress-Plugins ist also relativ einfach: Es gibt kein ultimativ gutes WordPress-Plugin für jeden und jede Website, sondern das beste ist immer

  • das Plugin welches den notwendigen und zugedachten Zweck (möglichst) optimal erfüllt.
  • das Plugin, welches aus einer nachvollziehbar zuverlässigen Quelle stammt,
  • das WordPress-Plugin, das sauber programmiert ist und gut betreut wird.

Und am Ende natürlich auch genau jenes, welches garnicht erst im System ist weil man es nicht braucht.

Hüten Sie sich also möglichst vor diesen einschlägigen ‚Bestenlisten‘ und sehen Sie diese bestenfalls erste einmal als Inspirationsquelle bevor Sie selbst genauer hinsehen. Denn selbst wenn sich ein Ersteller solcher Bestenlisten die Mühe gemacht hat alle aufgeführten Plugins zu testen, oder genug Erfahrung besitzt um mit allen gelisteten schon gearbeitet zu haben, dann sind die Ergebnisse derartiger Listen immer noch die rein persönlichen Erfahrungen des jeweiligen Autors. Und die müssen nicht unbedingt mit Ihren Präferenzen oder den Erfahrungen übereinstimmen, die Sie selbst machen werden.

Im Übrigen: Oftmals steht hinter diesen Bestenlisten auch garkeine handfeste Überzeugung oder Erfahrung des Autors, dafür aber ganz viel ‚Affiliate-Marketing‘ – bedeutet, dass der Seiteninhaber von jedem Click auf von ihm gesetzte Links zu den beworbenen (!) Plugins in irgend einer Form profitiert. Oder alleine schon davon profitiert, dass er eine bestimmte Erweiterung erwähnt.
Schauen Sie sich bei Bedarf lieber im WordPress-eigenen Plugin-Repository um und sehen Sie sich dort erst einmal die Beschreibungen und Bewertungen etc. an. Ist aufwändiger, aber besser. Oder Sie fragen jemanden, der sich damit auskennt …

Sie wollen wissen wie Sie zu einer reibungslos funktionierenden WordPress-Website kommen, oder wie Sie Ihre bestehende Seite mit den passenden Plugins erweitern können? Ich kenne da zufällig jemanden der Ihnen weiterhelfen kann -> Kontakt.

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